“Unser Freund Amerika”

 

Persönliche und kritische Anmerkungen eines Historikers

Quakenbrück (oa) – Der Deutsch-Amerikanische Club (DAC) und die Artland Akademie Quakenbrück (AAQ) laden am Freitag, 26. Oktober, um 18.30 Uhr zu einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung im Hörsaalgebäude des Christlichen Krankenhaus Quakenbrück ein. Referent Dr. Wolfram Hoppenstedt wurde 1965 in Goslar geboren, lebte ab 1977 in Nortrup und machte 1984 sein Abitur am Artland-Gymnasium in Quakenbrück. Heute ist er Leiter der Willy-Brandt-Stiftung in Berlin. In seinem Vortrag “Unser Freund Amerika” nimmt er Stellung zur aktuellen Lage und unterfüttert ihn mit persönlichen und kritischen Anmerkungen.

Dem Studium von Geschichte und Politikwissenschaften in Bamberg ließ Wolfram Hoppenstedt ein Studium an der Zentral-Universität in Arkansas folgen. Bei zwei Jahresaufenthalten erlebte er das Lebensgefühl in den Südstaaten der USA und versuchte es zu verstehen. Wesentliche Inhalte seines Vortrags sind die Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten, der als ultranationaler Populist nicht nur die über Jahrzehnte mit dem vereinten Europa getragenen Werte infrage stellt, sondern sich auch konsequent von einer regelbasierten, multilateralen Weltordnung abwendet.

Der Redner stellt seine persönlichen Lebenserfahrungen in den USA an den Anfang und setzt sich kritisch mit der amerikanischen Außenpolitik in den letzten hundert Jahren auseinander. Er macht dabei klar: In ihrem Streben nach weltweiter Hegemonie, insbesondere im Wettstreit mit Russland und der aufstrebenden Weltmacht China, war Europa für Amerika nie ein gleichrangiger Partner und Deutschland nur ein Vasall unter vielen. “Europa muss sich selbst stärken und größere Verantwortung übernehmen, gleichwohl bleiben die USA als Weltordnungsmacht unverzichtbar!”

Nach Vortrag und Diskussion besteht wie immer bei Veranstaltungen der AAQ bei einem Imbiss Gelegenheit zu Gedankenaustausch und Begegnung.

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