Das CKQ setzt eine neue Akuttherapie ein

 

Die Patienten in Quakenbrück und Umgebung profitieren von interventioneller Radiologie bei Schlaganfällen

Quakenbrück (wa/s.) – Das Christliche Krankenhaus in Quakenbrück (CKQ) ist schon seit vielen Jahren auf die Behandlung von Schlaganfällen mittels der Lysebehandlung durch Medikamente und die Therapie in einer zertifizierten Schlaganfallstation (“Stroke Unit”) spezialisiert. Beim Verschluss eines großen Hirngefäßes ist die medikamentöse Behandlung jedoch nicht ausreichend, hier hat sich seit einigen Jahren das minimalinvasive Katheterverfahren durchgesetzt. Bisher mussten Patienten für diese Therapie in andere Krankenhäuser verlegt werden und es ging kostbare Zeit beim Transport verloren. Jetzt kann das CKQ das Verfahren zeitnah vor Ort und nach modernsten Standards anbieten.

“Die Innovationen im Bereich der Katheterverfahren haben in den letzten Jahren zu einer enormen Verbesserung der Schlaganfallbehandlung geführt”, erklärt Dr. Asmus Wulff (re.), leitender Zentrumsarzt Radiologie, der mit seinem Team die Eingriffe durchführt. “Spezielle Drähte, Katheter und Fangkörbe, sogenannte Stent-Retriever, werden über die Leistenschlagader bis in das Gehirn geführt, um dort das bei einem Hirninfarkt verschlossene Gefäß wieder zu öffnen.”

Die Eingriffe werden nur von speziell qualifizierten interventionellen Radiologen durchgeführt. Das Verfahren bietet gute Chancen, dass sich z.B. eine Halbseitenlähmung oder Sprachstörung wieder zurückbildet. Im Anschluss an die Behandlung werden die Patienten in der “Stroke Unit” weiterbetreut.

Die moderne Schlaganfallbehandlung in Quakenbrück erfordert regelmäßige Schulungen  aller beteiligten Mitarbeiter der Notaufnahme und den anderen Fachabteilungen, damit im Akutfall die nötigen Handlungsabläufe perfekt ineinandergreifen. Gerade bei komplexen Schlaganfällen sind mehrere Fachabteilungen in die Behandlung involviert, das CKQ hält sie vor.

“Wir arbeiten seit langem in unserer Region vernetzt und qualitativ hochwertig mit den übrigen Neurologien zusammen. Dies hilft uns auch bei dieser Versorgungsform, da unsere verschiedenen Abteilungen extrem eng zusammenarbeiten“, erläutert Dr. Michael Hotz (li.), Chefarzt der Neurologie des CKQ.

“Für unsere  Patienten aus dem nördlichen Osnabrücker Land und den angrenzenden Landkreisen ist es ein großer Gewinn, dass Dr. Wulff und sein Team diese Eingriffe in Quakenbrück durchführen. Dies ist nur in einem interdisziplinären erfahrenen Team von Neurologen, Neuroradiologen, Pflegekräften und MTA möglich. Dass wir dieses Verfahren nun anbieten können, unterstreicht die hohe Qualität unserer Abteilungen für Neurologie und  Radiologie“, betont auch CKQ-Geschäftsführer Matthias Bitter (3. v. re.).

Zum  beteiligten Team gehören auch Doris Hermann und Sandra Lückrandt (2. u. 3. v. li.) sowie die leitende Oberärztin Dr. Ortrud Schmock (2. v. re.).

Foto: CKQ/Böning